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„Die Grüne Null für Bremen“: Video zum Konzept „Autofreie Stadt 2030“

Am 29.11. hat Fridays for Future Bremen zusammen mit dem ADFC Bremen, Einfach Einsteigen, dem BUND und Scientists for Future ein Konzept vorgestellt, wie Bremen bis 2030 autofrei werden kann und damit einen wesentlichen Beitrag zu Bremens klimaneutralität leisten kann.

Bremen ist die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands. Im Copenhagenize Index wird sie dabei als „Newcomer“ genannt. Und keine Frage, es hat sich viel getan in der Bremer Infrastruktur. Trotzdem stagniert der Anteil der Wege, die mit dem Fahrrad angetreten werden, seit Jahren bei 25%2. 48% der Wege werden hingegen mit dem Auto zurückgelegt. 103.000 von ihnen sind Pendler*innen aus dem Bremer Umland. Der Öffentliche Verkehr wird im Verhältnis kaum genutzt. Damit ist Bremen vor allem eins: autofreundlich. Das führt zum einen zu einer hohen Emissionsbillanz. Im Jahr 2014 wurden so 1.440.000 Tonnen CO2 emittiert. Dabei muss Bremen bis spätestens 2030 klimaneutral sein, damit wir das 1,5°C-Ziel noch schaffen können. Gleichzeitig ist Bremen auch von der Vision Zero weitentfernt. 2018 kamen fünf Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben. 3.027 Menschen verunglückten, davon waren 1.207 Radfahrer*innen. Bei den meisten der Unfälle ist ein Auto involviert. Wir fordern daher nicht nur die Klimaneutralität im Mobilitätssektor, sondern auch eine menschengerechte Stadt, in der sich alle Verkehrsteilnehmer*innen sicher fühlen. Dafür muss Bremen bis 2030 autofrei werden! Eine autofreie Stadt bedeutet dabei, dass die Bremer*innen nicht mehr auf den motorisierten Individualverkehr (MIV) angewiesen sind. Egal, ob auf dem Weg zur Schule, zur Arbeit oder in der Freizeit. Stattdessen muss der Umweltverbund (ÖPNV, Rad- & Fußverkehr) in Bremen das Rückgrat der Mobilität werden. Ein Rückgrat, das für alle Menschen frei zugänglich ist – das sicher und verlässlich ist – das die Stadt Bremen lebenswert macht!

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Pressekonferenz am 29.11.2019 im Überseemuseum zum Konzept „Autofreie Stadt 2030“