1. Die drei Bremer Steinkohlekraftwerke müssen bis 2020 abgeschaltet werden.

2. Zur Energiegewinnung soll in Zukunft die dezentrale Solarenergienutzunglokal in Bremen ausgebaut und gefördert werden und der restliche Energiebedarf durch den Import von Solar-& Windenergie aus Niedersachsen gedeckt werden.

3. Die Stahlwerke in Bremen sollen bis 2025 klimaneutral produzieren. Um das zu erreichen, werden alle nötigen Mittel in Betracht gezogen. Der Prozess darf jedoch nicht zu Lasten der Angestellten passieren, sondern muss sozialverträglich gestaltet werden.

4. Neugebaute Gebäude müssen klimaneutral sein, dazu zählt die effektive Energie-und Ressourceneinsparung, Nutzung erneuerbarer Energien, der Einbau intelligenter Heizsysteme, eine effiziente Isolierung, die Beleuchtung mit LED und eine Dachbegrünungspflicht. Alle anderen Gebäude müssen bis 2030 entsprechend saniert und modernisiert werden. Gleichzeitig müssen die notwendigen Maßnahmen getroffen werden, um sicherzustellen, dass diese Sanierungen nicht effektiv von den Mieter*innen gezahlt werden.

5. Es dürfen keine weiteren Flächen versiegelt werden.

6. Bremen & Bremerhaven sollen als Städte bis 2030 autofrei werden. Dazu zählt ein generelles Fahrverbot in der Innenstadt. Dienstleistungen, die auf Autoverkehr angewiesen sind, sind in Zukunft trotzdem zulässig.

7. Der öffentliche Nahverkehr in Bremen muss durch Subventionen bis 2021 kostenlos werden.

8. Die Mittel für den Radverkehr müssen bis 2022 um ein 5-faches erhöht werden. Zudem sollen Bike-& Car-Sharing-Programme gefördert werden.

9. Von Bremer Flughafen dürfen keine Flüge unter einer Distanz von 600km starten. Davon sind nach dem aktuellen Flugplan Flüge nach Stuttgart, München, Frankfurt und Amsterdam betroffen. Um das zu ermöglichen, ist der Ausbau des alternativen Fernverkehrs wichtig.

10. Die Subventionierung von Gerichten in öffentlichen Küchen, die tierische Produkte enthalten, muss beendet werden. Stattdessen muss das Angebot veganer Gerichte ausgebaut und subventioniert werden.

11. Es muss über die verschiedenen Formen nachhaltiger Ernährung aufgeklärt werden. Dazu zählen Aktionen wie „Donnerstag ist Veggie-Tag“ oder „Fleischlose Wochen“ in allen öffentlichen Küchen.

12. Es muss auch über das Ausmaß und die Auswirkungen von Lebensmittel verschwendung aufgeklärt werden. Food-Sharing-Netzwerke sollten zudem durch die Essensreste aus den öffentlichen Küchen unterstützt werden.

13. Wochenmärkte mit regionalen und saisonalen Produkten müssen gefördert und systematisch ausgebaut werden.

14. Die Weser soll renaturiert und die Bremer Wälder zu Bannwäldern aufgewertet werden. Der Baumschutz soll in Bremen so umgesetzt werden, dass alte Bäume unbedingt erhalten bleiben und mehr standort heimische Bäume auch in der Stadt gepflanzt werden.

15. Die Klimakrise muss zu einem zentralen Thema der Bildung werden. Das kann in Form von Klimaunterricht oder als Pflichtinhalt in allen gesellschafts-& naturwissenschaftlichen Fächern geschehen.

Erläuterung unserer Forderungen

Nur durch solche radikalen Maßnahmen, ist es möglich das Pariser Klimaabkommen und das 1,5 Ziel noch einzuhalten. Nur durch solche radikalen Maßnahmen, erfüllt die Politik die Versprechen, zu denen sie durch den Artikel 20a des Grundgesetzes und durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verpflichtet ist. Nur durch solche radikalen Maßnahmen, hat unsere Generation noch eine Chance auf eine Zukunft!

Es darf dabei eigentlich nicht nur unsere Aufgabe sein, für diesen Planeten zu kämpfen. Doch bis endlich gehandelt wird, werden wir weiter streiken! Wir werden viele sein, wir werden laut sein und wir werden nicht aufhören zu kämpfen! Für eine Klimapolitik, die uns allen eine Zukunft ermöglicht!